Man findet keine Freunde mit Salat?

Ich hatte ja keine Ahnung, dass Salat Freunde braucht und wie kompliziert das alles ist. Wahrscheinlich war das mit einer der Gründe, warum letztes Jahr nichts so wirklich funktioniert hat – aber ich bin ja lernfähig 😉

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Der Plan – Details siehe unten.

Mit meinem schlauen Buch (Breckwoldt, M.: „Der Selbstversorger-Garten“, BLV 2012 – ausführliche Rezension folgt!) und dem Internet bewaffnet habe ich mich kopfüber in die Recherche gestürzt … so viel Unübersichtlichkeit und widersprüchliche Information auf einem Haufen ist mir noch nie begegnet, und ich bin mir noch immer nicht ganz sicher ob das nicht doch eher esoterisches Geschwurbel als fundierte Tatsache ist …  aber irgendwie habe ich es dann doch geschafft herauszufinden, wie man ein Gemüsebeet anlegt.

Leider findet man auch nach intensiver Suche wenige praktische Beispiele aus dem echten Leben (nur einige findige Gartenplanungsdienstleister, die dergleichen nach kostenpflichtiger Registrierung anbieten, doch wenn ich das Geld dafür hätte würde ich nicht selbst recherchieren 😉 ) – schade eigentlich, denn das hätte mir sehr weitergeholfen. Gelernt habe ich nur, dass wenn in diversen Gartenblogs und Foren von einem „kleinen Gemüsebeet“ die Rede ist, meist Größen von so um die 50m² (in Worten: FÜNFZIG FUCKING QUADRATMETER, doppelt so groß wie meine Dachterrasse) gemeint sind – nicht für einen Garten dieser Größe, in dem sich eben auch ein Gemüsebeet befindet, sondern … Ich frage mich, ob diese Leute alle auf Latifundien esterházyscher Dimension residieren oder im hinterletzten Winkel des Waldviertels wo ein Hektar einen Euro kostet? Naja, wie auch immer 😉

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Unrelated Cat Content 😉 (Man merkt, dass der Nervzwerg eine Katze vom Land ist – die beiden anderen scheißen nämlich nicht ins Gemüsebeet! 😉 )

Vor lauter Überlegungen über die optimale Bepflanzung und den besten Ertrag hätte ich dann das Wichtigste fast vergessen: was wir eigentlich gerne essen wollen. Schön und gut, dass Bohnen tollen Ertrag bringen und gute Partner für so viele andere Pflanzen sind – aber Bohnen sind in erster Linie widerlich! 😉 Dasselbe gilt auch für Kohlrabi, Melanzani, Erdbeeren … da muss ich mich zwingen ehrlich zu mir selbst sein, um nicht verschwenderisch zu werden: was ich selten bis nie kaufe und koche, das muss ich auch nicht anbauen. Nein, wirklich nicht. Ja, ganz sicher. 😉

Andererseits ist es bei dem beschränkten Platz in den Beeten (ich habe nachgerechnet: es sind knapp 2,5m² insgesamt) nicht sinnvoll manche Pflanzen anzubauen. Karfiol zum Beispiel, eins meiner Lieblingsgemüse, braucht extrem viel Platz und Zeit – da wäre vermutlich das ganze Beet die ganze Zeit blockiert mit einer Ausbeute von vielleicht sechs Happeln … Schade, aber der Gemüsehändler meines Vertrauens am Brunnenmarkt muss auch von was leben können 😉

Beet 1&2 (seitlich, je 100x60cm)

Diese beiden Beete sollen eher „niedrige“ Pflanzen beinhalten, da direkt dahinter zwei Blumenkästen mit Kräutern hängen.

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Radieschen und Karotten pflanzen, und warten bis der blöde Mangold endlich wächst

Linkes Beet:

  • Karotten (orange, gelbe, violette)
  • Radieschen (rote, gelbe, violette)
  • Pak Choi
  • Mangold

Rechtes Beet:

  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Rote Rüben
  • Pastinaken

Beet 3&4 (vorne, je 90x60cm)

Die Planzen in diesen beiden Beeten sollen auch Sichtschutz zum Nachbarn liefern. Deshalb habe ich mich für hohe Pflanzen entschieden und Rankhilfen gebastelt.

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Paprika, Zucchini & Gurken

Linkes Beet:

  • Tomaten
    • 1x San Marzano Cocktailtomaten
    • 1x Green Zebra
    • 1x Schwarze Pflaumentomaten
    • 1x pinke Fleischtomate
  • Stangensellerie
  • Spinat

Rechtes Beet:

  • Paprika
    • 1x rote Blockpaprika
    • 1x schwarze Blockpaprika
    • 1x gelbe Spitzpaprika
  • Feldgurke
  • Zucchini
    • 1x grüne
    • 1x gelbe
  • Salat

Irgendwo sollen noch ein, zwei Erbsen hin (vor allem Zuckerschoten … mmmh!) aber ich weiß nicht wo. Im rechten Beet ist kein Platz mehr und angeblich vertragen sich Tomaten und Erbsen so gar nicht. 😦

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Im Kaufrausch 😛

Und dann habe ich mich ins Auto gesetzt und die Stadt verlassen, um über den Berg ins Gartencenter zu fahren. Und dann habe ich mich ausgetobt 😉

 

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Vielleicht passen die Erbsen noch mit auf das Beet, wo die Zucchini wachsen? Da spricht doch eigentlich nichts dagegen oder? Die Zucchini freuen sich bestimmt über ein bisschen Stickstoffdüngung von den Erbsen und die Erbsen haben ja nicht so hohe Ansprüche 😉
    Es ist spannend zu sehen, wie ihr so viel auf so wenig Raum unterbringt! Da bin ich heilfroh, dass sich das Platzproblem bei uns bisher nur auf die Fensterbank bezieht, sonst würde ich verrückt werden 😀 Aber auch wir haben für Kartoffeln nicht mehr wirklich viel Platz übrig – wir testen deshalb in diesem Jahr Kartoffeln im Sack! 😀 Vielleicht wäre das auch noch was für euch? Geht angeblich ziemlich gut, wenn man nur die richtigen Sorten erwischt 🙂

    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

    1. Hanna sagt:

      Das Beet wo die Zucchini wachsen siehst Du auf dem vorletzten Foto … ich befürchte, da passt nichts mehr hin, denn die Pflanzen werden ja (hoffentlich! 😬 ) noch wachsen. Geplant hatte ich ursprünglich, dass sie dorthin sollen, aber jetzt kommt mir alles viel zu eng vor. 😕

      Kartoffeln im Sack sind eine gute Idee – aber hier leider nicht machbar. Nicht wegen dem Anbau, sondern wegen der Lagerung. Wir haben im Keller keinen Platz und der Abstellraum (bzw. Speis) ist nicht wirklich kühl, also würde es nicht viel bringen … aber ich bin gespannt wie es bei euch läuft 🙂 Evtl. bekommen wir noch ein größeres Kellerabteil, wenn Nachbarn ausziehen und wir tauschen können, dann nehme ich das nächstes Jahr in Angriff!

      Liebe Grüße zurück! 🙂

      Gefällt 1 Person

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