És molt més bonic l’Empordà …

Grausam ist das Wetter hier in der größeren Stadt an der Donau, und wie immer träume ich mich bei der Gelegenheit zurück in die kleinere Stadt am Onyar und ihre Umgebung, wo ein großer Teil meines Herzens zuhause ist und immer sein wird (som i serem!). Dann schaue ich traurig meine Bougainvillea und meine Kontoauszüge an, höre rock català in Dauerschleife und wühle mich durch alte Fotos. Ein paar davon möchte ich bei dieser Gelegenheit mit euch teilen. Falls ihr nämlich mit dem Gedanken spielt, für ein paar Sommerwochen euren Garten alleine zu lassen und noch nicht wisst wohin es gehen soll, dann lasst euch gesagt sein: és molt més bonic l’Empordà – in Ampurien ist es viel schöner.

L’Empordà erstreckt sich von knapp eine Stunde raus aus Barna entlang der Küste bis rauf zur französischen Grenze. Irgendwo mittendrin verstecken sich drei mittelalterliche Dörfer zwischen Reisfeldern und aiguamolls (okay, das Wort musste ich erst mal nachschlagen weil ich es im Deutschen noch nie gebraucht habe: Marschland): Pals, Peratallada und Palau-Sator. Eigentlich bin ich ja ein Großstadtmensch aus Überzeugung, aber wenn ich dort die uralten Steine spüre und den charakteristischen Singsang des Dialektes höre und eine riesige Schüssel mit frisch gegrillten anxoves auf dem Tisch steht, dann kehrt in mir eine ganz besondere Ruhe ein … bis die Tramuntana aufkommt.

Okay, zugegeben, die wirklich schönen Strände sind im Norden in Sant Pere Pescador und im Süden in Platja d’Aro und S’Agaró. Aber die Strände von Calella – wie der Name schon sagt lauter kleine Buchten, die durch einen Wanderweg an den Klippen miteinander verbunden sind – sind mir, obwohl unspektakulär, immer noch die liebsten. Palafrugell ist mit 20.000 Einwohnern quasi der Lebensmittelpunkt der Küstenbewohner, die ehemaligen Fischerdörfer Calella, Tamariu und Llafranc sind etwas davon entfernt. Anders als in vielen der größeren, touristischeren Ortschaften wie Pals und Empuriabrava tummeln sich hier nicht die guiris (ausländische Touristen, vor allem Deutsche und Engländer) sondern die pixapins (Ausflügler aus Barcelona) und zwischendrin zahlreiche Einheimische. Am Strand hört man hauptsächlich Katalanisch, und in den umliegenden Lokalen gibt’s eher Vermut als Sangria. Kurz und gut, das echte Leben. Don’t you understand? This is Catalonia my friend!

Wir können aber nicht nur Entspannung, wir können auch Kultur. Der wirklich beeindruckende Garten, der auf den oberen Bildern zu sehen ist, befindet sich in Portlligat auf der Halbinsel Cap de Creus nahe Cadaqués und gehörte mal Salvador Dalí. Nicht zu verwechseln mit dem großen Museum in Figueres. Ich kann mit seiner Kunst ja nicht allzuviel anfangen, aber interessant ist es allemal.

Esmorzarem pa amb oli i sal, ho vestirem amb unes copes de vi. Deixant de banda la ciutat, la tarda és llarga i potser més, molt més, la nit.

Wir frühstücken Brot mit Öl und Salz, begleitet von ein paar Bechern Wein. Wir lassen die Stadt hinter uns, der Abend ist lang und die Nacht vermutlich noch viel, viel mehr.

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. pflanzwas sagt:

    Das sieht ja wunderschön aus, seufz !! Das Haus mit den Töpfen davor könnte ich mir gut vorstellen zum Wohnen 😉 Und eine spannende Sprache. Ist das Katalanisch ? Ach ja, schön schön….

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    1. Hanna sagt:

      Das Haus mit den Töpfen davor ist das Nachbarhaus meiner Tante 🙂 Und ja, das ist Katalanisch und ja, es ist wunderschön. Die Sprache, und das Land.

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      1. pflanzwas sagt:

        🙂 Haben wollen !! Die Sprache sieht geschrieben jedenfalls toll aus. Ich weiß nicht, ob ich sie schon einmal gehört habe (mal im www suchen). Es gibt so viele schöne Orte – zum Glück 🙂 Da hast du vom Haus deiner Tante jedenfalls tolle Ausblicke !

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      2. Hanna sagt:

        Ich hab ein paar Lieder verlinkt – da kannst du die Sprache mal hören. Oder ich quatsch mal ein Voicememo voll 😉

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      3. pflanzwas sagt:

        Das ist prima mit den Liedern. Werde ich später mal reinhören (Voicememo ? Quest ce que c’est ?)

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  2. pflanzwas sagt:

    Hört sich gut an 🙂

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