Der Pak Choi muss sterben!

Der verdammte Pak Choi überwuchert alles: verdrängt die Radieschen und erstickt den Mangold, und außerdem schmeckt er leider nicht mal besonders gut bzw. nicht so wie Pak Choi eigentlich sollte, also habe ich mich zu einem radikalen Kahlschlag entschieden. Da ich vergangene Woche im Asia-Laden war um die Speis wieder aufzufüllen und eigentlich keine Ahnung habe was man mit Pak Choi außer Curry noch machen kann, gibt es wieder ein Curry.

Es ist keine authentische Länderküche, soviel ist sicher. Es ist Thai-inspiriert und die Udon-Nudeln sind Japanisch (spontane Entscheidung, weil ich in letzter Zeit zu viel Reis gegessen habe und Udon glücklich machen 🙂 ) aber eigentlich ist es schamloses Pan-Asia-Fusion-Irgendwas, das einfach gut schmeckt (allerdings eher säuerlich als richtig scharf) und genau das Richtige für einen arschkalten Tag wie heute ist.

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Links drei Reihen Radieschen, rechts der Pak Choi … und das war irgendwann letzte Woche, noch vor dem großen Regen, das war noch gar nichts. Fuck Choi.

Curry-Udon-Nudelsuppe mit Spargel & Pak Choi

  • viel zu viel Pak Choi
  • 1 Bund Spargel
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Bund Koriander
  • 1 Stück Ingwer (ca. daumengroß)
  • 1/2 l Kokosmilch
  • 1/4 l Hühnerbrühe
    (Gemüsesuppe, wenn es vegetarisch/vegan sein soll)
  • 2-3 TL Kokosöl oder Sesamöl
  • 2-3 TL gelbe Currypaste
  • 1 TL Thai-Chili-Flocken
  • 1 TL Fischsauce
    (Salz und/oder Misopaste, wenn es vegetarisch/vegan sein soll)
  • 1 TL Honig
    (brauner Zucker, wenn es vegan sein soll)
  • 1 Stamperl Zitronensaft
  • 1 Stamperl Mirin
  • 2 Packungen Udon (die vorgekochten aus dem Kühlregal)
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Mein Rezept für jede Art von Curry: alles, und das gut gewürzt! 😉

Mirin, Zitronensaft und Fischsauce zu einer Marinade vermischen. Den Spargel schälen und von den holzigen Enden befreien, dann für mindestens 20 Minuten in der Marinade einlegen.

Das restliche Gemüse kleinschneiden (vom Pak Choi habe ich nur die Blätter genommen, weil er so komisch wächst und die Stiele fürchterlich holzig sind). Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden.

Öl im Wok erhitzen und die Currypaste darin auflösen. Dann alles Gemüse rein und scharf anbraten. Mit der Marinade sowie Suppe und Kokosmilch ablöschen. Die Nudeln dazugeben und etwas durchziehen lassen. Nach Belieben abschmecken und nachwürzen.

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Curry, Hot Sauce, Gartenzeitschrift, Reiseführer … Herrlichkeit!

Dazu passt ein kaltes Bier und eine warme Decke und intensive Reiseplanung: es wird ein Roadtrip sein, und es wird nach Nordfrankreich gehen. Ich bin noch nicht ganz überzeugt – zu viel Gegend, zu wenig Interessantes – aber gespannt. 🙂

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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Landidylle sagt:

    Pak Choi soll fermentiert ganz gut sein. Viele machen ein schnelles Kimchi daraus, ich habe es selber bislang noch nicht mit Pak Choi getestet, aber wenn noch welcher überlebt hat bei dir, wäre das vielleicht eine Idee.
    Frierende Grüße, Oli

    Gefällt 1 Person

    1. Hanna sagt:

      Kimchi war mit einer der Gründe, warum ich Pak Choi überhaupt angebaut habe. Nur macht man Kimchi aus den krautigen Strünken, nicht aus den Blättern – und so wie meiner wächst, sind es leider nur maximal daumendicke Stängel mit viel Blattwerk (Foto siehe hier: https://www.instagram.com/p/BEv_Vq-x7A4/) … 😦 Danke trotzdem für die Idee!
      Liebe Grüße aus dem ebenso kalten Süden!

      Gefällt 1 Person

      1. Landidylle sagt:

        OK das war mir bislang entgangen, weil ich dich da noch nicht verfolgt habe wahrscheinlich. Aber auch wenn es nicht traditionell ist, kannst du das Blattwerk ja trotzdem verwursten und ein Sauerkraut oder Kimchi oder einfach eine saure, fermentierte Beilage draus machen.
        LG Oli

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  2. AnDi sagt:

    Schneide die Blätter in feine Streifen und brate diese einfach scharf gemeinsam mit Fleisch (Geschnetzeltes oder Gulasch) an. Dunkle Soße dazu zaubern, fertig! Dazu Baguette und Salat! Wenn unser Paket Choi mal soweit ist werden wir ausführlicher über dieses und andere Rezeptideen berichten. Aber das könnte für Dich zu spät sein, denn unserer steckt noch in den Kinderschuhen….

    Viel Gegend wenig los? Wir sind gespannt was daraus wird!

    Viele Grüße
    AnDi

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    1. Hanna sagt:

      Ich bin gespannt was Ihr daraus zaubern könnt! Mag das Gemüse ja eigentlich sehr, aber in Eigenbau hat es offenbar nicht sein wollen …

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  3. pflanzwas sagt:

    Sieht aber ganz hübsch aus, der F… Choi 😉 Hab ihn noch nie gegessen. Hat er Kohlgeschmack oder in welche Richtung geht das Gemüse ?

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    1. Hanna sagt:

      Kennst Du Chinakohl? So ähnlich …

      So sieht er üblicherweise aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Pak_Choi

      Die breiten, weißen Teile schmecken üblicherweise saftig-knackig und sonst eher neutral. Kommt drauf an wie es zubereitet wird – z.B. als fermentiertes Kimchi oder frisch in einem Curry. Es nimmt den Geschmack auf.

      Mein Pak Choi ist ganz anders gewachsen und bestand hauptsächlich aus einzelnen grünen Blättern mit ganz intensivem Kohlgeschmack an langen, dünnen, Stängeln, die ungenießbar waren weil sie so holzig und fasrig waren.

      Entweder hab‘ ich was falsch gemacht – oder das, was ich gekauft habe, war gar kein richtiger Pak Choi. 😦

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      1. pflanzwas sagt:

        Ah ja, klar, Chinakohl kenne ich. Ich bin leider kein Gemüseexperte. Manchmal erwischt man ja auch im Supermarkt oder auf dem Markt Gemüse, das holziger ist. Hatte ich z.B. mal bei Kohlrabi. Viel Erfolg beim Herausfinden – falls du noch mal welchen anpflanzt ?!

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